„Creativity is a fundamental aspect of being human. It's our birthright. And it's for all of us."

— Rick Rubin
Worum es geht

Kreativität, Haltung und Intuition im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz

Während alle über Prompts, Agenten und Effizienz reden, stellt Rick Rubin die eigentlich entscheidende Frage: Was bleibt von uns Menschen, wenn die Maschine (scheinbar) alles kann? In dieser Reihe übersetze ich Rubins zeitlose Philosophie aus „The Creative Act. A Way of Being" direkt in unseren Alltag mit KI – Woche für Woche ein Gedanke, der etwas verschiebt. Denn Geschmack, Intuition und die Bereitschaft, sich zu positionieren, sind genau das, was kein Algorithmus ersetzen kann.

Die Serie

Artikel & Posts

Artikel · Einstieg in die Serie
Der Algorithmus und die Seele – Warum Rick Rubins Philosophie im KI-Zeitalter wichtiger ist denn je
Mein ausführlicher Grundsatzartikel zur Serie: Die drei Kernsäulen von Rubins Denken – Antenne, Geschmack, Loslassen – und ihre direkte Übersetzung ins KI-Zeitalter. Warum der Mensch zum Kurator werden muss, der Algorithmus zum Synthesizer bleibt.
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Post #1
Das Buch, das mich nicht loslässt
Warum ein 62-jähriger Musikproduzent gerade die wichtigste Anleitung für den Umgang mit KI liefert – und der Auftakt zu meiner Miniserie.
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Post #2
Das Flüstern im KI-Lärm
KI spart uns Zeit – aber was tun wir damit? Die meisten erhöhen die Lautstärke. Rubin lehrt uns, stattdessen den Raum zu nutzen. Stille und Muße als strategischer Vorteil.
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Post #3
Wer alles kontrolliert, bekommt nur das, was er kennt
Über den verborgenen Wert unerwarteter KI-Outputs. Warum es sich lohnt, nicht immer enger zu prompten – und Fehler manchmal das eigentliche Geschenk sind.
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Post #4
Willkommen in der Imagination Economy
KI gibt jedem sein kreatives Geburtsrecht zurück. Die Frage ist nicht mehr „Kannst du es umsetzen?" – sondern: „Hast du wirklich etwas zu sagen?"
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Post #5
Der Gatekeeper: Weniger, aber das Richtige
KI produziert Unmengen an Output. Rubins Prinzip des Redigierens wird zur Schlüsselkompetenz. Was lassen wir weg, damit das Wesentliche sichtbar wird?
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Post #6
KI ist zu höflich für Exzellenz
KI ist trainiert, niemanden zu schockieren – und landet deshalb strukturell in der Mitte. Warum Rubin, Johnny Cash und ein radikaler Prompt helfen, den Durchschnitt zu brechen.
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Post #7
Der Song ist gut, wenn das Herz bricht
KI kann technisch perfekt formulieren – aber sie hat keine Verluste, keine Träume, keinen echten Einsatz. Rubins radikale Subjektivität: Was wirklich trifft, kommt immer von dir.
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Post #8
Wenn der Prozess wichtiger ist als das Ergebnis
KI liefert perfekte Antworten, bevor wir den Weg selbst gegangen sind. Rubin erinnert uns: Wachstum und echte Ownership entstehen nur im Prozess – nicht am Ziel.
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Post #9
Die Absicht kommt immer von uns
Zwei Kreative, eine Haltung: Der Digitalkünstler Miguel Chevalier sieht Technologie im Kreativprozess ziemlich genau so, wie es auch Rick Rubin beschreiben würde: KI transformiert den kreativen Prozess, ersetzt die künstlerische Absicht nie. Ein starker Gastauftritt in meiner Serie.
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Post #10
Das Rabbit-Hole der endlosen Optimierung
KI macht Perfektionismus grenzenlos – und damit gefährlich. Rubin gibt den Ausweg: Ein Werk ist fertig, wenn man spürt, dass es fertig ist. Nicht erst, wenn keine Fehler mehr drin sind.
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Post #11
Das Exoskelett für den Geist
Rick Rubin produziert ohne technisches Können – weil er den Zustand herstellt, in dem Großartiges unvermeidlich wird. Die entscheidende Frage für den KI-Einsatz: Brauchen wir wirklich Output-Beschleunigung – oder Denkraum-Erweiterung?
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Post #12
Im Nichtwissen liegt eine große Kraft
Die KI spielte einen Zug, den es in 3.000 Jahren Go nicht gab – und Rick Rubin kommen die Tränen. Was passiert, wenn wir KI nicht als Turbo für das Bekannte nutzen, sondern als Erlaubnis, alles neu zu denken?
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Post #13
KI ist kreativ. Und das verändert einiges.
Wer glaubt, KI sei nicht kreativ, irrt. Sie beherrscht Copy/Transform/Combine – in Perfektion. Das zwingt uns, Kreativität neu zu denken: Was bleibt als genuiner menschlicher Beitrag? Rubin nennt es die „ozeanische Quelle".
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Post #14
Zurück zum Echten? Eine romantische Illusion.
Der Hype, KI würde das Handgemachte wieder groß machen, ist Wunschdenken. Rubins Satz, gerade unsere Unvollkommenheiten machten uns interessant, gilt – aber im KI-Zeitalter nicht als Rückzug, sondern als bewusste Entscheidung, gemeinsam mit der Maschine eine neue Echtheit zu erfinden.
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Post #15
Das Studio ist innen. Der Markt steht draußen.
Schreiben sortiert, Veröffentlichen macht abhängig vom Echo. Rubins Trennung der Räume – und die unbequeme Disziplin, beim Schreiben den Empfänger nicht mitschreiben zu lassen.
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Post #16
Provisorische Regeln gegen die KI-Routine
Elton John dreht mit 80 sein Songwriting komplett um – eine erzwungene Einschränkung wird zur Befreiung. Rubins Regelbruch als Übung gegen unsere KI-Gewohnheiten: anderes Modell, kein Kontext, das Gegenteil des Vorschlags. Selbstentdeckung statt Optimierung.
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Post #17
Das Etikett überschreibt das Werk
Hunderte Kritiker zerrissen einen echten Monet als „KI-Müll" – und Rowlings Pseudonym-Krimi floppte, bis ihr Name bekannt wurde. Das Publikum bewertet nicht das Werk, sondern das Label. Rubin erinnert: Die einzig verlässliche Instanz ist die eigene Antenne.
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Post #18
Papst und Produzent: Dieses Stück bleibt bei dir
Papst Leo XIV. widmet seine erste Enzyklika der KI – und landet beim selben Punkt wie Rubin: Hingabe, Gewissen und Haltung kann kein Modell übernehmen. Was die Maschine uns nicht abnimmt, wird dadurch nur sichtbarer.
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Post #19
Knappheit war ein Geschenk, das wir uns zurückholen sollten
Mein Kopf wartet bei Falcos „Zuviel Hitze" bis heute auf den kleinen Sprung der alten Schallplatte. Hundertmal gehört, weil ich damals zehn Platten hatte, nicht zehntausend. Heute ist die Knappheit weg, und mit ihr die Vertiefung – auch in den KI-Sessions, in denen wir glauben, besonders tief zu sein. Rubins Kompass: Was früher der Umstand übernommen hat, müssen wir heute selbst wählen.
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Post #20
Erst spüren, dann urteilen
KI kann Emotionen simulieren, aber nicht erleben – ihr fehlt der Körper, der mitschwingt. Warum das Kribbeln vor dem Verstehen die verlässlichere Instanz ist, und Rubins „I know what I like" kein lässiges Understatement war, sondern ein Körperzustand.
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Post #21
Das innere Maß für Größe justieren
Zwei Stunden Fahrstuhlmusik beim Griechen – und die Erkenntnis: Ein Sprachmodell liefert nie das Beste, sondern das Wahrscheinlichste. Rubins Kanon der großen Werke als Gegenmittel gegen den Maßstab, der leise mitwandert.
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Post #22
Der tote Punkt ist verschwunden
Früher bin ich aufgestanden, wenn ich nicht weiterkam – heute frage ich einfach nochmal nach. KI-Tools kennen keine Sackgasse, und genau deshalb bleiben wir sitzen. Rubin über Ablenkung als Strategie im Dienst des Werks.
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Über den Autor
Martin Rothhaar
Martin Rothhaar (aka Marty Rubin ;)

Martin Rothhaar ist KI- und Leadership-Stratege mit einer seltenen Kombination aus tiefem Tech- und KI-Verständnis, New-Work- und Leadership-Expertise sowie einem klaren Purpose: #digitizationforhumanity – Technologie konsequent zum Wohle der Menschen einzusetzen.

Als Gründer verschiedener Netzwerk-Initiativen (wie den AI IMPACT DAYS, dem NEW WORK Roundtable, dem genAI Experience Network, dem MUC.KI-Meetup und mehr) sowie des KI-Startups LEAPCOACH.AI verbindet er technologische Tiefe mit Haltung, Empathie, starkem Networking und dem Anspruch, echten gesellschaftlichen Impact zu schaffen. Seine Vision: Technologie soll uns vor allem Freiräume schaffen und helfen, wieder mehr Zeit und Muße für das Wesentliche und das Menschliche zu gewinnen.

Diese Überzeugung ist der Antrieb hinter #RickRubinxAI. Wir stehen am Übergang in die Imagination Economy – eine Zeit, in der intuitive und kreative Denkleistungen den eigentlichen Wert schaffen, während rationale Prozesse zunehmend an Technologie delegiert werden. Rick Rubins Philosophie aus „The Creative Act" ist dabei mehr als Inspiration: Sie ist ein konkreter Kompass. Kuration, Haltung und die Fähigkeit, aus dem Rauschen das Richtige zu destillieren – das sind die menschlichen Qualitäten, die kein Algorithmus ersetzen kann. Woche für Woche übersetzt diese Miniserie genau das in unseren KI-Alltag.